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"SEPTEMBERWEIZEN"

D 1979, Peter Krieg, 96 Minuten

Peter Kriegs erster Kinofilm aus dem Jahr 1979 ist bis zum heutigen Datum aktuell. Dem Regisseur gelang es bereits damals die Auswirkungen und Tendenzen der Globalisierung in Bezug auf die Vermarktung von Weizen aufzuzeigen, die sich bis zum Jahr 2011 verstärken sollten. In sieben Kapiteln gegliedert forscht der Film nach den Ursachen der Hungersproblematik in reichen wie armen Ländern, wirft einen Blick auf die Existenzkämpfe von Farmern in Kansas, beschäftigt sich mit der in den Startlöchern stehenden Hybrid-Saatgutforschung, geht den vermeintlich großzügigen Weizen-Spendenaktionen großer Getreidehandelskonzerne nach, betrachtet die Vorgänge an der Chicagoer Weizenbörse, thematisiert die beinahe vollautomatische Herstellung von „Wunderbrot“ (mit gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen) und illustriert die Einsatzmöglichkeit von Weizen als Waffe – als politisches Instrument.

In SEPTEMBERWEIZEN zeigt Peter Krieg diverse Widersprüche auf, deren Entstehen durch das Prinzip des freien Marktes überhaupt erst ermöglicht wurde.

Deutscher Filmpreis 1981
Adolf Grimme Preis 1981


     
 

"DAS FEST DES HUNES" - Das unberührte und rätselhafte Oberösterreich

Ö 1992, Walter Wippersberg, 60 Minuten

Walter Wippersberg geht es einmal anders an. Bekannt sind Dokumentationen westlicher Forscher über afrikanische Stämme und deren Bräuche. In DAS FEST DES HUHNES wird der Spieß (wortwörtlich) umgedreht. Schwarzafrikanische Ethnologen begeben sich auf die abenteuerliche Reise ins urtümliche Oberösterreich, um die dort ansässigen Traditionen und Gepflogenheiten für ihre afrikanischen Landsleute zu interpretieren und verständlich zu machen.

Walter Wippersbergs Mockumentary (Neologismus/Kofferwort: englisch (to) mock: „vortäuschen, verspotten“ und documentary: „Dokumentarfilm“) zeichnet ein satirisches Bild über leere Kirchen, überfüllte Zeltfeste, den beispiellosen Konsum eines geblichen Lebenselixiers und das Hauptnahrungsmittel der Oberösterreicher: gebratene Hühner. Für die afrikanischen Forscher ist klar: Das Götzenbild Lamm wurde vom Huhn abgelöst…


„ Die vielleicht originellste, möglicherweise gemeinste Sendung, die der ORF 1992 ausstrahlte. Eine Parodie auf die meist selbstherrlichen, alles interpretierenden Expeditionsfilme. Hat mittlerweise schon Kultstatus erreicht.“ KURIER

" Zu kühlen wissenschaftlichen Kommentaren des Ethnologen (...) präsentiert der Film einen wunderbar fremden Blick auf das (ober)österreichische Leben. Der sarkastische und perfekt durchgezogene Gegensatz von Bild und Ton verschmilzt zu einer Einheit mit ironischer Sprengkraft." DER STANDARD

Fernsehpreis der österreichischen Volksbildung
Certificate of Honour Prix Circom Regional


     
 

"Wir sind Bauern, keine Landwirte!"

Österreich, Schweiz 2011, Judith Barfuß, 75 Minuten

Der Dokumentarfilm zeigt das Leben und die Arbeit auf einem Biobergbauernhof in den steirischen Alpen.

Zeit kann und sollte man sich nehmen für die Betrachtung des Dokumentarfilmes
“ WIR SIND BAUERN – Keine Landwirte“ der jungen Filmemacherin Judith Barfuss.
So, wie die Arbeit des Bauern viel Zeit in Anspruch nimmt, so gibt auch die Filmdauer
von 75 Minuten einen angemessenen Rahmen um mit Aufmerksamkeit und auch mit
Muße den Alltag einer Bauernfamilie zu begleiten.

An den Berghängen in der Nähe der Stadt Murau, im Herzen der Steiermark liegt der Grundnerhof auf 1040 Metern Seehöhe. Die Biobergbauern Maria und Adolf Berger bewirtschaften ihr Land biologisch und achten auf eine artgerechte Tierhaltug.

Die Kamera begleitet die Bauern bei ihren täglichen Arbeiten, die sich irgendwo im Spannungsfeld zwischen Tradition und dem Heute befinden. Brotbacken, Sensenmähen und Buttermachen, aber auch moderne Melktechnik und Traktoren.

Ein filmisches Ganzes ohne Hektik, Effekte-Hascherei und ohne Berieselungscharakter,
welches im Betrachter reiche Eindrücke hinterlassen wird.


www.artmur.at (Trailer, ... unter Filme)

 

     
 

"DE OLLAS Y SUENOS – UNA REVOLUCIÓN DESDE LA COCINA"

VON TÖPFEN UND TRÄUMEN


Peru 2009, Ernesto Cabellos, 75 Minuten, OF Spanisch mit UT in Deusch

Kann sich eine gesamte Nation in ihrer Gastronomie widerspiegeln? Um diese Frage kreist der Film von Ernesto Cabellos. Auf der Suche nach einer Antwort besucht der Film die Küchen Perus, von der Küste über das Hochland und den Urwald bis hin zu den peruanischen Enklaven in Paris, London, Amsterdam und New York. Von der bescheidenen Familienküche, die althergebrachte Rezepte bewahrt, bis hin zum ausländischen In-Restaurant, wo peruanische Köche Pionierarbeit leisten.

Die Küche Perus ist die Identität Perus: aus den Düften der Töpfe steigt eine schmackhafte Tradition auf. Wenn man zur Procesión del Señor de los Milagros (jährliches, katholisches Fest in Lima) kommt und seinen Gaumen an den lokalen Snacks und Spezialitäten erfreut, man teil an Brauch, Land und Geschichte. Eine köstliche Reise durch Peru und in die weltweiten peruanischen Gourmettempel. Ein Gaumenschmaus der Identität.

Publikumspreis am Festival Filmar América Latina in Genf


     
 

"GEKAUFTE WAHRHEIT" - Gentechnik im Magnetfeld des Geldes

D 2011, Bertram Verhaag, 88 Minuten

Zwei Wissenschaftler ein Schicksal. Gemein haben Árpád Pusztai und Ignacio Chapela nämlich nicht nur ihren Beruf, sondern auch ihre ruinierten Karrieren. Beide Wissenschaftler arbeiten im Bereich der Gentechnik. Beide machten wichtige Entdeckungen. Beide sind gefährdet, weil sie die Mächtigen in Forschung und Industrie kritisieren, die dadurch ihre Investitionen bedroht sehen. Wenn multinationale Konzerne Wissenschaftler von Forschungen und Veröffentlichungen abhalten können, wer bleibt dann übrig um den Konsumenten die Wahrheit zu sagen?

Bertram Verhaag thematisiert in GEKAUFTE WAHRHEIT weniger das persönliche Schicksal von Árpád und Ignacio, sondern macht eine fundamentale Errungenschaft unserer Demokratie zum Thema: die Freiheit der Forschung. In Verhaag’s zweiundzwanzigstem Dokumentationsfilm sagen Wissenschaftler aus, dass 95% der Forscher im Bereich Gentechnik von der Industrie bezahlt werden. Nur 5% der Forscher sind unabhängig. Die große Gefahr für Meinungsfreiheit und Demokratie ist offensichtlich. Kann die Öffentlichkeit – können wir alle – den Wissenschaftlern noch trauen? Oder ist bereits jede unserer Wahrheiten gekauft?

1. Platz beim Indie Fest 2010, Current Best of Show Winners
Top 10 Platzierung beim Kansas International Film Festival
Arpa Film Festival, AT&T Award for Environmental Conservation and Stewardship
The Columbus Institute for Contemporary Journalism Award
Accolade Award, feature documentary
Maverick Movie Awards, Best Feature Documentary
Maverick Movie Awards, Best Original Score


     
 

"I fiori, la frutta, lo zucchero e le spezie"

(Blumen, Früchte, Zucker und Gewürze)


Italien 2010, Valeria Cavagnetto und Teresa Rocco, 24 Minuten

Ein Film über die Manufaktur Pietro Romanego fu Stefano in Genua, die seit 200 Jahren süße Köstlichkeiten produziert und damit die älteste noch in Betrieb stehende Süßigkeiten -Manufaktur Europas ist. Seit 1780 werden hier Süßigkeiten von Hand gemacht. Besonders bekannt ist die Familie Romanego für ihre kandierten Früchte und Blüten. Der Film zeigt die Produktion der Süßigkeiten und porträtiert den Firmenchef Pietro Romanego.

 

 
     
 

"BACHATA in ERSCHMATT"

Backtage in Erschmatt / Wallis / Schweiz, 1971, 20 Minuten

Im Wallis wurde bis vor einigen Jahrzehnten nur einmal im Jahr Brot gebacken. In jedem Dorf gab es ein Backhaus, das allen Gemeindebürgern zur Verfügung stand. Jeweils am 26.Dezember wurde mit dem Backen begonnen, Tag und Nacht, bis jede Familie genug Vorrat hatte für ein ganzes Jahr.

Dieser Film lässt uns teilhaben an einer Welt, in der frisches Brot nur einmal im Jahr auf den Tisch kam.

 

 
     
 

"RAURISER BERGBAUERNFILM"

Österreich 1960, 20 Minuten, schwarzweiß

Ein in Rauris beim Auerbauern gedrehter Unterrichtsfilm für öffentliche Schulen zeigt die Arbeit einer Bergbauernfamilie in den 6oer Jahren des vorigen Jahrhunderts. Anschließend an den Film findet ein Gespräch den derzeitigen Besitzern statt.

 

 
     
     
 
Raurisertal
Schule am Berg, Kalchkendlalm
Itzlingers Brot entdecken
Website by designKEES


Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung von der Marktgemeinde Rauris, dem Land Salzburg, dem Nationalpark Hohe Tauern und der Bäckerei Itzlinger.